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Foto von Katharina Ellmaier

Über die Verantwortung für das eigene Leben

Weißt Du, was mich immer wieder bewegt? Dass wir die Verantwortung für unsere Gesundheit und unser eigenes Glück sehr oft einfach abgeben: Wir gehen zum Arzt und sagen: “Mach mich wieder gesund!”. Wir schlucken Pillen, um überschüssige Kilos innerhalb ein paar Tagen wieder los zu werden, einen grippalen Infekt in nullkommanichts “weg” zu machen, unangenehme Gefühle wie Traurigkeit, Wut, Verzweiflung oder Angst nicht spüren zu müssen, halten uns wach mit Kaffee oder Energy-Drinks und verlassen uns darauf, mit Fertignahrung alles zu bekommen, was unser Körper so braucht.

01.04.2015

Anschließend wundern wir uns, warum wir immer öfter beim Arzt sitzen, weil wir einfach nicht gesund werden wollen, unsere Emotionen uns plötzlich wie eine Lawine überrollen, wir auf einmal so müde sind, dass wir gar nicht mehr aus dem Bett kommen und warum der Zeiger auf unserer Waage immer weiter nach rechts wandert, anstatt sich nach links zu bewegen.

 

“Wenn’s doch so praktisch ist” … Finde ich gar nicht, denn unser Körper möchte uns mit allen Symptomen und Befindlichkeiten etwas mitteilen. Wenn wir sie also gleich “weg” machen anstatt hinzuhören, signalisieren wir unseren darunter liegenden Bedürfnissen, dass sie uns egal sind und verletzten uns damit selbst! Stellt Euch vor, ihr beobachtet eine Mutter mit ihrem Kind auf der Straße. Das Kind sagt – sichtlich erschöpft: “Ich bin müde. Ich will nach Hause.” und die Mutter antwortet darauf – völlig genervt: “Ach, hör doch auf zu jammern und sei still. Wir gehen dann nach Hause, wann ich es sage.” Wahrscheinlich würde Dir für einen Moment das Herz stehen bleiben und Du würdest tiefstes Mitgefühl empfinden für das kleine Kind.

 

Wenn unser Körper, unser Geist oder unsere Seele um etwas Aufmerksamkeit bittet und wir diese Stimme einfach wegdrängen, dann verhalten wir uns genau so wie diese Mutter zu ihrem Kind. Im besten Fall sagen wir dann: “Ach, das kann warten. Ist ja nicht so wichtig.” Oft ärgern wir uns jedoch richtig gehend darüber, dass sich diese “lästige” Stimme in uns überhaupt zu Wort meldet.

 

Was wir dabei übersehen ist, dass wir uns selbst mit diesem Denken und Handeln vernachlässigen – sehr oft, weil wir zu sehr damit beschäftigt sind, eine “bessere” Version von uns zu kreieren – eine, die all diese vermeintlichen “Schwächen” nicht mehr hat. Ja, ich sehe es wirklich so: Wir wünschen uns, keine “mühsamen” Bedürfnisse mehr zu haben. Dann wäre das Leben viel einfacher, denn wir könnten endlich tun und lassen was wir wollen – ganz ohne Konsequenzen. Doch das funktioniert nicht!

 

Ich vergleiche das gerne mit der Fürsorge für ein Baby. Wenn ein Neugeborenes nicht gut versorgt wird, also regelmäßig gefüttert wird, körperliche und emotionale Zuwendung erfährt und ungeteilte Aufmerksamkeit bekommt, dann wird es große Schwierigkeiten damit haben, gesund zu bleiben und sich sicher und geborgen zu fühlen. Einem kleinen Kind diese Fürsorge angedeihen zu lassen, das ist für uns alle selbstverständlich. Für mich stellt sich die Frage, warum wir diese Fürsorge in späteren Jahren nicht einfach für uns selbst übernehmen. Vielleicht werden wir darauf nicht wirklich vorbereitet oder haben keine Vorbilder, die es uns richtig vorleben.

 

Trotzdem können wir es alle lernen. “Das ist mir viel zu anstrengend” kann nun ein Einwand sein. Ja, für sich selbst die Verantwortung zu übernehmen ist auch wirklich anstrengend. Es braucht die Bereitschaft, immer wieder in sich hineinzuhören und -spüren, was man gerade braucht, die Überwindung alte Gewohnheiten zu überdenken und den Mut, das eigene Leben zu verändern. Das ist die Herausforderung, mit der jeder Mensch – mich eingeschlossen – jeden Tag konfrontiert ist.

 

Hm, aber eigentlich – wenn man den mühsamen Teil einmal weglässt – ist es doch eine wunderschöne Aufgabe, dafür zu sorgen, dass es uns gut geht und ein richtig gutes Gefühl, das eigene Wohlbefinden selbst in der Hand zu haben! Mehr noch, es stärkt unser Selbstvertrauen, denn wir machen die Erfahrung, dass wir uns auf uns selbst verlassen können.

 

“Ich sorge gut für mich selbst.” Fühlt sich toll an, findest Du nicht auch?

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Du bist ein Meisterstück

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Be as good as you are

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Lächle in die Welt und die Welt lächelt zurück

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Katharina Ellmaier

 

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Meine Name ist Katharina Ellmaier. Ich bin Herzen.Hörerin und Seelen.Flüsterin und ich unterstütze Dich, tiefe Befriedigung zu erlangen und Deine Lust am Leben zurückzuerobern. 

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